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ANGEL Literatur

Grabowsee bei Schmachtenhagen (P 14-114)

Die erste Angelstelle am Parkplatz bietet Blick auf die Anlegestelle des Angelvereins.So wie hier liegen überall am Ufer Äste und Bäume im Wasser und bilden viele Hindernisse.Seeblick Richtung SüdenDer Stintgraben mündet am Südende des Sees.Ein Spinnangler mit Wathose. So ziemlich die einzige Methode, um hier die Spinnrute auszuwerfen, wenn kein Boot zur Hand ist.Die Bäke fliesst ein Stück parallel zur Strasse an den See und mündet dann in den Stintgraben.

Neu: Kartenansicht bei GoogleMaps

Info:

Hat man in Schmachtenhagen den Abzweig zur Fähre gefunden, zieht sich die schlechte Strasse bis zum See hin durch. Wer hier langsam fährt, ist klar im Vorteil, denn die nächste Bodenwelle ist noch höher, als die Letzte.
Links im Wald liegt das Flüsslein Bäke und hat sich seinen Lauf in den weichen Waldboden gegraben. Die Bäke mündet in den Stintgraben, dieser dann in den See. Dann noch vorbei an den ehemaligen Heilstätten und dann liegt schon linkerhand der Grabowsee.
Gleich am Waldrand kann man parken und sich an einer der zahlreichen Angelstellen niederlassen. Wer seinen Kram nicht tragen will, der fährt noch ein Stück (ist verboten! Schranke!)und lädt dann erst aus.
Folgt man der Strasse, so gelangt man nach wenigen Metern an die Fähre nach Friedrichsthal. Hier ist der Grabowsee nur einen Steinwurf vom Oder-Havel-Kanal entfernt und wenn im See nichts geht, dann kann man immer noch an den Kanal wechseln.
Der See ist von Wald umgeben und es liegen viele Laichbäume im Wasser. Selbst an den Badestellen liegen überall Äste im Wasser, also Vorsicht beim Spinnfischen. Nachtangler sollten sich ihre Stelle unbedingt bei Tageslicht auswählen, sonst geht das in die Hose.
Das Gewässer ist ein bekannter Ausflugs- und Badesee, entspanntes Angeln findet auch hier zumeist im Frühjahr und Herbst statt, wenn die Badegäste und Griller wieder verschwunden sind. Im Sommer kann man hier schön die Nacht verbringen, alleine ist man dabei aber so gut wie nie.
Es gibt zwar viele Mülltonnen, aber trotzdem liegt weiter hinten überall der Dreck herum. Ein Angelverein aus Malz hat einige Bootshäuser errichtet und viele Kähne liegen davor. Das Wasser ist jetzt im Frühjahr noch sehr klar, ich konnte aber bei meinen Spaziergang nicht einen Fisch in Ufernähe erblicken.
An manchen Stellen liegen die obligatorischen Muschelschalen, was auf hungrige Karpfen schliessen lässt. Die Bootsangler können auch den Schilfgürtel am Südrand erreichen, hier mündet auch der Stintgraben in den See.
Das Ufer, an dem die Heilstätte liegt, kann nicht betreten werden. Überall warnen Schilder vor freilaufenden Hunden und wer mit dem Boot hier anlegt, wird von der Wasserschutzpolizei vertrieben. Die Geschichte dieser Heilstätte hätte mich ja auch interessiert, aber ich habe bisher keinerlei Information darüber gefunden.
Mir ist die ganze Ecke tagsüber zu überlaufen, ständig Spaziergänger und Autos, die zur Fähre fahren und dabei ne Menge Staub aufwirbeln, aber nachts finde ich es ganz nett.



GPS Position:

Nord: 58°50'30" Ost: 38°48'44"



Anfahrt:

Von Schmachtenhagen aus Richtung Biesenthal, dann kurz vor dem Ortsende nach links zum Grabowsee abbiegen. Dann nochmal links, rechts gehts nach Bernöwe.



Typ: See

Tiefe:

Das Ufer fällt meist langsam auf ca. 2 m bis 2,5 m ab. An einigen Stellen vor der Heilstätte bis 4,5 m. Der Boden ist überall sandig, kaum sumpfige Stellen.



Fischarten:

Hecht, Zander, Barsch, Karpfen, Plötzen, Wels...



Ufer:

Meist bewaldet und sandig, einige Schilfgürtel. Die Uferseite mit der Heilstätte kann nicht betreten werden. Auch Boote dürfen hier nicht anlegen.



Jahreszeiten:

Frühjahr und Herbst, im Sommer zuviel los.



Besitzer/Pächter:

DAV



Erfahrungsbericht:

Im April 2005 war ich zwemal tagsüber am See und hatte insgesamt nur einen Biss an der Feederrute. Auch die anderen Angler gingen weitgehend leer aus. Dies mag am kalten Wind gelegen haben, der das angewärmte Oberflächenwasser abgekühlt hat. Allgemein wird auch hier über zurückgehende Fänge geklagt. Irgendwann wurden wohl mal große Müritzplötzen eingesetzt, davon soll es aber nicht mehr viele geben.

Eintrag in unserem Gästebuch:
Heilstätte am Grabowsee
Die Heilstätte am Grabowsee wurde zu Kaisers Zeiten gebaut und dann von der Wehrmacht übernommen. Nach dem zweiten Weltkrieg ging das Gelände an die Rote Armee und wurde als Krankenhaus für TBC-Kranke genutzt und wenn im naheliegenden Oranienburg im Krankenhaus kein Platz für Schwerverletzte war, kam man an den Grabowsee. Die Soldaten haben ihre LKWs im See gewaschen und als die Klinik geräumt wurde wurden alle möglichen Sachen im See entsorgt, von Bettpfannen bis Skalpell. Und man sollte das Gelände meiden, weil dort immer noch Medikamente zu finden sind. Aber es ist ein gutes Angelgewässer ich selber fahre dort zwei mal im Jahr angeln.

Ein weiterer Leserbrief erreichte uns am 13.01.2007

Meine Heimat
Guten Tag.Ich wurde 1938 in Dameswalde geboren und wohnte von 1939 bis 1945 mit meinen Eltern in Grabowsee. Mein Vater und sein Bruder waren hier als Heizer angestellt.Leider sind beide im Krieg gefallen.Da wir 1945 aus der Heilstätte vertrieben wurden und es in Friedrichsthal keinen Wohnraum gab ,landeten wir wieder in Dresden.Ich habe nach 58 Jahren erstmals meine Stätte der Kindheitserinnerungen wieder betreten sowie unsere Wohnung in dem Haus gegenüber des Schwesternwohnheimes an der Straße nach Schmachtenhagen. Ich will hoffen das sich "KidsGlobe e. V." durchsetzen kann um hier das Internationale Jugendprojekt zu errichten,wozu hier die Idealen Bedingungen sind. Dieter Wünsche Dresden



Weiterführende Links:

Der Grabowsee bei Google Maps

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