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Finowkanal (F 03-202)



Neu: Kartenansicht bei GoogleMaps

Info:

Der Finowkanal erstreckt sich über ca. 50 km vom Langen Trödel bei Liebenwalde im Landkreis Oberhavel bis zur Einmündung der Alten Oder in die Hohensaaten - Friedrichsthaler - Wasserstraße bei Hohensaaten im Landkreis Barnim. Er ist einer der ältesten Kanäle Deutschlands, bereits 1605 erstmalig erbaut. Nach Fertigstellung des Oder-Havel-Kanals 1914 zunehmend weniger wirtschaftlich genutzt, wird er heute kaum noch von Schiffen befahren - gelegentliche Ausflügler ausgenommen.

Nachtrag Januar 2006

15.01.2006
Autor: Jürgen
Quappen im Finowkanal?
Seit heute wird die Februar-Ausgabe der Fisch und Fang an die Abonnenten ausgeliefert. Titelthema ist eine Story von Wolfgang Hauer über das Angeln auf Quappen. Am Ende des Artikels werden einige Hot Spots gelistet und da bin ich doch ins Stutzen gekommen.

Ausser der Oder und dem Oder-Havel-Kanal schreibt der Autor auch von einigen Gewässern, wo ich nicht unbedingt Quappen vermutet hätte. Neben den Schleusen um Liebenwalde wird der Finowkanal als Geheimtipp geschildert.

Da bin ich nun aber platt. Das habe ich ja noch nie gehört. Selbst der Oder-Havel-Kanal wurde mir erst in Odernähe als Quappenspot empfohlen, aber dass die Schleusen am Finowkanal so
toll sein sollen, ist mir echt neu.



Typ: Kanal

Tiefe:

Normalerweise 1-2 Meter, an den Ufern zum Teil sehr flach. Im Bereich der Schleusen auch tiefer.



Fischarten:

Hecht, Karpfen, Zander und alles übliche sonst...bis hin zum Rapfen und der Quappe.



Ufer:

Viele gute Angelplätze finden sich an den Ufern des Kanals. Vor allem das gesamte Gelände rund um die Schleusen verdient unsere Aufmerksamkeit. Hier kann man dieSpundwände abblinkern. Ich habe allerdings von einigen Hechtspezis reden gehört, die den Kanal wie ihre Westentasche kennen und sich die meisten Esoxe schon rausgeangelt haben. Schleien finden sich gerne im Bereich der Seerosenfelder ein, von denen es im Kanal einige gibt.



Jahreszeiten:

Im Sommer ist der Kanal stark verkrautet. Nach meiner Erfahrung lohnt hauptsächlich das Nachtangeln und der frühe Morgen. Im Herbst und Winter sind außer den Schleusen auch die Kreuzung mit dem OHK bei Zerpenschleuse und der Mündungsbereich in die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße einen Versuch wert. Es heisst, daß die Zander im Winter zwischen den Schleusen wandern. Auch Quappen werden in dieser Jahreszeit gefangen. Gerade wem es an der Oder zu voll ist, der sollte mal hier sein Glück probieren. Auch wenn die meisten Exemplare nicht die Größe ihrer Verwandten in der Oder erreichen, kann man hier mit guten Fängen rechnen.



Geschichte:

Der Bau des ersten Finowkanals geht auf den Kurfürst Joachim Friedrich zurück, die Bauzeit dauerte von 1605 bis 1620. Während des dreissigjährigen Krieges verfiel der Kanal fast vollständig. König Friedrich II. verfügte schließlich den Neubau (1743-1746) des bis heute bestehenden Kanals.



Besitzer/Pächter:

Soweit es den Verfassern bekannt ist, ist der DAV Pächter des gesamten Finowkanals. Für diese Angabe jedoch keine Gewähr.



Karten:

DAV



Erfahrungsbericht:

Diesen Sommer hatten wir einige Ansitze bei Tag und waren immer erfolglos. Wir sind aber auch über ein Testangeln tagsüber nicht hinausgekommen und haben von einigen guten Fängen nachts und in den Morgenstunden gehört. Am 12.01.2005 erreichte uns folgender Leserbrief, den wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen: Bei der Beschreibung des Finowkanals vermisse ich die Erwähnung der Holzgrube.Die Holzgrube ist mit einem kleinen Kanal mit dem Finowkanal verbunden. Wer auf der A111 aus Richtung Berlin kommt , fährt kurz bevor er über die Autobahnbrücke Finowkanal kommt, direkt an der Holzgrube vorbei. Die Holzgrube ist ein DAV-Gewässer von ca. 5 ha Größe. In diesem Gewässer gibt es einen sehr guten Zanderbestand. Der Hauptfisch, der dort beangelt, wird ist der Karpfen, es gibt auch Grasfische. Hechte sind schwer zu beangeln, zumal sie meist halbstark sind. Die Zanderangelei ist hauptsächlich nachts erfolgversprechend. Wer Ausdauer beweist, kann auch unserem größten Räuber, dem Wels nachstellen. 1997 fing ich im Juli in einer Nacht zwei Welse. Der Kleinere hatte eine Länge von 81 cm, und wurde wieder zurückgesetzt. Der Zweite brachte ein Gewicht von 58 Pfund auf die Waage, bei einer Länge von 1,58 Meter. Beide Welse fing ich auf eine Bambusstabmontage kurz unter der Oberfläche. Als Köder dienten 30 cm große Plötzen. Man braucht gutes und robustes Material, um den Zweikampf für sich zu enscheiden, weil es sehr viel Seerosen dort gibt. Ein Schlauchboot ist selbstverständlich zum Ausbringen der Montagen. P:S: Auch der Pechteich ist ein Geheimtip für Welsangler. Na dann. Petri Heil und dicke Fische.



Weiterführende Links:

 

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