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Klarer See in Temmen (seit 2008 nicht beangelbar)

Blick nach Osten, im Hintergrund der Pferdestall des Landgutes Temmen.Hier der Flachwasserbereich. Aufgrund des starken Pflanzenwuchses und der vielen Äste unter Wasser ist Angeln praktisch unmöglich - ganz hartgesottene Spinnangler können sich mit dem Boot aber zwischen das Gestrüpp wagen und einige Würfe riskieren. Da das Wasser aber meist klar ist, kann man sich kaum an den Fisch anpirschen.  Dafür kann man viele Wasservögel in diesem Gebiet beobachten. Auch lassen sich abends gelegentlich Kormorane in großer Zahl hier nieder und rauben die Brut. Das Bild ist aus dem Jahr 2000 und leider nicht von guter Qualität.Blick auf die Schilffkante an der Nordseite bei den Ställen.Auch in der hinteren östlichen Ecke finden sich alte Bäume im Wasser.Schilfgürtel östlichen Teil des SeesDer Schilfgürtel vorne schliesst sich an den Bereich mit Baumstümpfen an.

Neu: Kartenansicht bei GoogleMaps

Info:

Am Ortsausgang von Temmen an der Hauptstraße gelegen bildet der Klare See zusammen mit dem Düstersee und dem Kleinen und Großen Krinertsee eine Seenplatte zwischen Temmen und Hohenwalde. Früher wurden hier wohl Karpfen gezüchtet, von denen sich auch noch einige Exemplare im See tummeln.
Auch auf Hecht und Aal läßt sich hier gut fischen. Ebenso wie auf den anderen Seen in dieser Gegend ist auch hier der Bootsangler besser bedient. Zugang von Land bietet der Klare See nur an der Hauptstrasse, wo man durch ein Dickicht bis zum Ufer vordringen kann.
Nur zehn Meter von der Hauptstraße entfernt hat man hier aber Tag und Nacht den Lärm der vorbeifahrenden Autos und LKW´s. Gleich vorne, wo man die Boote liegen, ist linkerhand ein ausgedehnter Bereich, wo alte Baumstuempfe stehen. Ein ideales Revier für Räuber.
An der Nordseite, rechts des Flachwasserbereichs steht ein großer Baum, Wer bis hierhin zu Fuß vorgedrungen ist, kann zumindest seine Ruten hier ablegen. Platz für mehr ist hier aber auch nicht. Im anschliessenden Waldstück richtung osten finden sich dann noch zwei, drei "Plätzchen", wo sich das Angeln aber sehr schwierig gestaltet, weil noch drei Meter weit Bäume im Wasser stehen.
Jungwald reicht bis ans Ufer und Äste und Wurzeln bieten der Brut den nötigen Schutz. Obwohl dieser Platz aussichtsreich scheint, habe ich hier noch nie einen Raubfisch gefangen. Blickt man von hier Richtung Osten, dann öffnet sich der See nach einer schmalen Stelle wieder. Und genau hier findet sich auch der Fisch ein, wenn der Wind aus Westen bläst. Dann scheinen sich die Fische vor der Engstelle am Grund zu sammeln.
Am Schilfufer der schmalen Stelle lohnt sich auch der Ansitz auf Schleien. Am Ostufer ebenfalls dichter Schilfbewuchs, auch hier haben wir noch nie einen Hecht gefangen, obwohl das Ufer dies vermuten lässt. Möglicherweise sind doch noch Altlasten im See und die Fische meiden diese Gegend. Das ist aber reine Spekulation. Die übrigens durch die Reusen des Fischers auch ad absurdum geführt wird.



GPS Position:

Parkplatz: N 53°05'42" O 13°45'13"



Anfahrt:

Die Autobahn Richtung Prenzlau in Pfingstberg abfahren, dann links Richtung Gerswalde halten. Nach kurzer Strecke wieder links Richtung Milmersdorf. Das nächste Dorf nach Stegelitz ist dann Temmen. Am Ortsausgang links auf den Parkplatz fahren un

d den Wagen parken. Oder rechts halten und den schmalen Feldweg bis ans Wasser fahren. Das ist aber nur bei guter Witterung anzuraten. Bei Nässe hat man sich schnell festgefahren.



Typ: See

Tiefe:

An den Rändern schnell abfallend auf vier bis sechs Meter. In der Mitte eine ausgedehnte Fläche von ca. sechs Metern Tiefe. Tiefste Stelle liegt bei neun Metern vor der Engstelle nach Osten. Hinten ein ausgedehnter Flachwasserbereich, davor ein Ebene von drei Metern Tiefe, die um die fünfzig Meter in den See reicht. Dann eine steile Scharkante. Vorne an der Strasse linkerhand ein Schilfgürtel, von dem sich ein Wall bis zur Nordkante zieht. Hier angeln meist die Karpfenangler.



Fischarten:

Hecht, Karpfen, Schleien, Brassen, Aal



Ufer:

Entlang der Straße fällt das Ufer steil ab. Kurz vor dem Wald im Gebüsch ein Ansitzplatz. Ein unbequemer, aber guter Platz, weil man von hier eine Kante erreicht, die vom Schilfufer bis ans gegenüberliegende Ufer führt. Hier werden die großen Karpfen gefangen. Am westlichen Rand einige wenige Stellen innerhalb der abgezäunten Viehweiden. Der nordwestliche Flachwasserberreich ist völlig unzugänglich und versumpft. Auch im nördlichen kleineren Becken kein Zugang von Land aus. Dichter Schilfgürtel, oder Viehweiden.



Besitzer/Pächter:

Uckermark-Fisch GmbH Boitzenburg

Geschäftsführer Jürgen Bukow

Templiner Str. 2a,

17268 Boitzenburger Land

Tel.: 03 98 89 / 51 15 (AB)

Fax: 03 98 89 / 51 16

Filialen:

1. Stützpunkt Templin Am Webertor 1 Tel.: 03987 / 25 46

2. Stützpunkt Lychen - Am Großen Lychensee Tel.: 039888 / 24 57

3. Forellenzucht Boitzenburg - Templiner Str. 2a Tel.: 039889 / 51 15

4. Stützpunkt Hahnwerder - Hahnwerder 2 Tel.: 039886 / 227

5. Stützpunkt Küstrinchen - Küstrinchen 20 Tel.: 039888 / 2692

 



Karten:

Angelberechtigungsscheine gelten für folgende Gewässer: Düstersee, Großer Lychensee, Wurlsee, Nesselpfulsee, Stadtsee Lychen, Zenssee, Großer Konensee, Densowsee, Schulzensee bei Rutenberg, Mellensee, Platkowsee, Oberpfuhlsee, Torgelowsee, Fährsee, Lübbesee, Zaarsee, Röddelinsee, Großer Mahlgastsee, Bruchsee, Netzowsee, Gleuensee, Stiernsee, Krienertsee, Lübbelowsee, Polsensee, Mittlerer Dolgensee, Ragulinsee, Basdorfer Fließ, Krempsee mit Krempfließ, Großer Petznicksee Weggun, Tiergartenteiche Boitzenburg, Großer Gollinsee* und Libbesickesee* * nur außerhalb der Vogelbrutzeit: 01.03. bis 30.06.



Erfahrungsbericht:

Im Jahr 2008 ist der See leider nicht auf der Liste der Fischereivereinigung. Manche hatten noch gehofft, dass der See im Laufe des Frühjahrs wieder dazu kommt, aber jetzt ist schon das halbe Jahr vorbei und es ist nichts passiert. Hoffen wir auf 2009 und gönnen wir den Fischen eine Pause. Zumindes vor uns Anglern. Ob nämlich der Fischer auch nicht fischen darf, das weiss ich nicht. Krieg ich aber noch raus. 


Oktober 2006:

Bei einem Besuch am Klaren See hatte ich mein altes Echolot dabei und war sehr gespannt, wo sich der Fisch zu dieser Zeit befindet. Das Verhalten der Fische hier dürfte auch für die umliegenden Seen von Bedeutung sein.
Ich hatte erwartet, dass sich das Leben noch stark in den Flachwasserzonen abspielt, vor allem, weil die Pflanzen immer noch hoch stehen.

Es war aber tatsächlich ganz anders.

Der Klare See in Temmen ist im Durchschnitt etwas tiefer als die umliegenden Seen. Schnell sind sechs bis acht Meter Wassertiefe erreicht.
Der Boden ist dann gleichförmig und flach wie eine Tischplatte. Nur in einigen Bereichen geht die Tiefe bis auf neun Meter.
Am nördlichen Rand ist der See flacher.
Von der Strasse aus gesehen rechts hinten liegt die durchschnittliche Tiefe bei drei bis vier Metern und im nördlichen Flachwasserbereich geht sie zurück bis auf wenige Zentimeter.
Bei unserer Rundfahrt haben wir die Menge an Fisch in einer Tiefe von 3,5 bis 5,5 Meter verortet, bei einer Gesamttiefe von sechs bis sieben Meter.

In den Flachwasserbereichen fand sich laut Echolot überhaupt kein Fisch mehr. Gegen Abend zogen die Fische dann in etwas flacheres Wasser, aber immer noch weit vom Ufer entfernt. Den einzigen Biss des Tages bekamen wir auf 4,5 Metern Tiefe.

Januar 2008:


Der See ist nicht mehr auf den Karten der Uckermark-Fisch GmbH vertreten. Es mag noch einige Privatleute geben, die eine Erlaubnis direkt vom Eigentümer haben, aber es werden keine Erlaubniskarten mehr für dieses Gewässer ausgegeben.



Weiterführende Links:

Temmen bei Wikipedia

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