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ANGEL Literatur

Sabinensee bei Willmine

Der Schilfgürtel vorn im Bild ist immer gut für einen Hecht. Gewitterhimmel am See.Der ganze Bereich hinten links (von der Badestelle aus gesehen) ist stark bewachsen, in den Löchern finden sich Karpfen und Hechte.Die Sonne geht über der Halbinsel unter.Auch ein interessanter Schilfgürtel. Hier in der Nähe gibt es einen Barschberg, der sich fast bis ans andere Ufer zieht.Kleine Karte vom Sabinensee.

Info:

Der Sabinensee bei Groß-Fredenwalde gehört zu den schönsten Gewässern
im Biosphärenreservat Schorfheide. Sanft eingebettet in die
Endmoränenlandschaft ist er fast vollständig von Schilf umgeben und
bietet vielen Vögeln eine Brutgelegenheit.

Ein Bild vom See macht man
sich am besten vom Spitzberg aus, mit 92m die höchste Erhebung im
Umkreis. Das Angeln ist fast nur vom Boot aus möglich.

Der See bietet
einen guten Bestand an Hecht, wobei aber meist kleinere Exemplare
gehakt werden. Kräftige Barsche als Beifang beim Spinnangeln auf Hecht
sind nicht selten. Schwer zu beangeln, aber durchaus vorhanden sind
einige große Karpfen, die ich bereits mehrfach an verschiedenen Stellen
des Sees beobachten konnte.

Im Frühjahr ist der südöstliche Teil des
Sees durch eine Bojenkette für Angler gesperrt, um der dort heimischen
Rohrdommel Ruhe für die Brut zu erhalten. Leider hat die Publicity um
diesen Vogel dazu geführt, daß immer mehr Fremde an den See kamen, um
den Vogel zu beobachten und dabei die Bojen nicht beachteten.

Das
Resultat ist, daß sich der Vogel von den Anglern in den Jahren zuvor
nie stören liess, aber im zweiten Jahr der Bojenkette plötzlich
verschwand-offensichtlich belästigt von uneinsichtigen
Vogelbeobachtern.



NACHTRAG: Im April 2004 wurde die Rohrdommel erstmals
wieder gesichtet und vom Stadtangler Anfang Mai zweifelsfrei gehört.
Die Sperrzone ist dieses Jahr nicht deklariert. Bitte vom äußersten
östlichen Rand des hinteren Flachwasserbereiches genügend Abstand
halten.




Update vom 09.10.2004
Seit diesem Sommer gibt es auf der Seite von Willmine zwei neue Stege
und zwei Einschläge im Schilf. Somit ist das Angeln von Land aus besser
möglich. Habe allerdings nicht erkundet, wie man an diese beiden Stege
gelangt. Man muss den Wagen wohl in Willmine stehen lassen und zu Fuß
zum See laufen. Das dürfte wegen der Privatgrundstücke aber nicht ganz
einfach sein. Sollte es einer unserer geschätzten Leser mal versuchen,
dann bitte ich um Rückmeldung.



GPS Position: Parkplatz und Badestelle:
N 53°07'12"
O 13°46'06"

Anfahrt:

Autobahn Richtung Prenzlau. Abfahrt Pfingstberg links Richtung Gerswalde. Nach 800m links Richtung Templin. Hinter Stegelitz noch ca. vier Kilometer, dann rechts Richtung Gerswalde. Durch Willmine, am Ortsausgang links zum See.



Typ: See

Tiefe: Der von der Badestelle aus einsehbare, vordere Bereich des Sees ist fast durchgängig 4-6 Meter tief und besteht aus glattem, sandigem Boden. Das Ufer fällt am Schilfrand steil ab und erreicht schnell seine Tiefe. An der Grenze zum hinteren Teil des Sees befindet sich an der Westseite ein ausgeprägter Barschberg und ein flacherer Bereich vor dem Schilfrand. Sehr unterschiedlich ist der hintere östliche Seebereich. Hier schwankt die Tiefe zwischen null und drei Metern mit vielen Löchern und Erhebungen. Der Grund ist mit harten Flechten bewachsen und es finden sich viele andere Wasserpflanzen. Hat man ein Loch ausgemacht, genügt eine Handvoll Futter, um erfolgreich Auf Friedfische zu angeln. Der Übergang zum gesperrten Mühlensee ist sehr flach und im Frühjahr kann man hier bereits auf Aal gehen.

Fischarten: Aal, Barsch, Hecht, Karpfen, Brassen, Plötzen, Güster, Ukelei. Früher soll es auch Zander gegeben haben, aber in den letzten Jahren sind wohl keine gefangen worden. 2001 wurden Karpfen eingesetzt und im Jahr 2003 wurden ca. 4000 handlange Aale eingesetzt, die aber wohl erst in fünf bis sieben Jahren sinnvoll beangelt werden können.

Ufer:

Fast vollständig von Schilf umgeben bietet der See vor allem den Bootsanglern gute Angelmöglichkeiten. Das Angeln vom Ufer ist nur an sehr wenigen, zum Teil schwer zugänglichen Stellen möglich. Am Leichtesten zu erreichen ist die Badestelle. Nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt kann man von einem langen Steg aus weite Würfe mit der Spinnrute machen oder nach ausgiebigem Loten die Pose ausbringen. Man muß sich dann mit den hartgesottenen Badegästen arrangieren, die auch im Oktober noch ins kühle Naß steigen. Vom Ufer aus kann man nur zwei Stellen an der Westseite beangeln. Folgt man dem Weg nach Arnimswalde am Ufer, sieht man kurz vor der Weggabelung einen großen Baum am Wasser stehen. Hier kann man mit Gummistiefeln oder Wathose genügend weit ins Wasser steigen, um die Rute gefahrlos auszuwerfen. Aber Vorsicht, keinen Schritt zu weit, das Ufer fällt am Schilfrand steil ab. Die andere Stelle kommt ca. 200m weiter.. Hier ist ein ca drei Meter breiter Ausschnitt im Schilf, wo die Boote zu Wasser gelassen werden. Man muss loten, um die ca 12m entfernte kleine Kante zu finden. Ansonsten ist es im Sommer ziemlich zugewachsen, sodass diese Stelle von Herbst bis Frühjahr am besten beangelt werden kann. Auch Karpfenangler haben ihr Glück hier schon versucht, aber da der See in diesem Bereich völlig flach und strukturlos ist, sind bisher keine Erfolge bekannt. Karpfen halten sich nachweislich an anderen Stellen des Sees auf, die nur mit dem Boot zu erreichen sind.



Jahreszeiten:

Im Winter kann man an der Ostseite vor dem Schilf sein Glück beim Eisangeln versuchen. Im Sommer bietet der reich strukturierte hintere Teil gute Chancen für Karpfen und Schleien. Das klare Wasser und die vielen Flachwasserbereiche eignen sich auch gut zur Beobachtung der Brutgeschäfte. Mit dem Boot aber bitte genügend Abstand zum Schilf lassen, damit die vielen Wasservögel nicht gestört werden, die hier brüten.



Geschichte:

Es ranken sich einige Legenden um den See, die aber noch vollständig recherchiert werden müssen. Möglicherweise sitzt die Sabine aber noch im See und wartet auf ihr nächstes Opfer....



Besitzer/Pächter:

Uckermark-Fisch GmbH Boitzenburg

Geschäftsführer Jürgen Bukow

Templiner Str. 2a,

17268 Boitzenburger Land

Tel.: 03 98 89 / 51 15 (AB)

Fax: 03 98 89 / 51 16

Filialen:

1. Stützpunkt Templin Am Webertor 1 Tel.: 03987 / 25 46

2. Stützpunkt Lychen - Am Großen Lychensee Tel.: 039888 / 24 57

3. Forellenzucht Boitzenburg - Templiner Str. 2a Tel.: 039889 / 51 15

4. Stützpunkt Hahnwerder - Hahnwerder 2 Tel.: 039886 / 227

5. Stützpunkt Küstrinchen - Küstrinchen 20 Tel.: 039888 / 26 92



Karten:

Angelberechtigungsscheine gelten für folgende Gewässer:



Düstersee, Großer Lychensee, Wurlsee, Nesselpfulsee, Stadtsee Lychen, Zenssee, Großer Konensee, Densowsee, Schulzensee bei Rutenberg, Mellensee, Platkowsee, Oberpfuhlsee, Torgelowsee, Fährsee, Lübbesee, Zaarsee, Röddelinsee, Großer Mahlgastsee, Bruchsee, Netzowsee, Gleuensee, Stiernsee, Krienertsee, Lübbelowsee, Polsensee, Mittlerer Dolgensee, Ragulinsee, Basdorfer Fließ, Krempsee mit Krempfließ, Großer Petznicksee Weggun, Tiergartenteiche Boitzenburg, Großer Gollinsee* und Libbesickesee*


* nur außerhalb der Vogelbrutzeit: 01.03. bis 30.06.



Erfahrungsbericht:

Auch wenn man nicht die Möglichkeit hat, ein eigenes Boot mitzubringen,
kann man am Sabinensee sein Glück versuchen. Zuerst gelangt man an die
Badestelle, hier kann man sein Auto parken und sich einen ersten
Überblick über das Gewässer verschaffen.

Der lange Steg der Badestelle
ermöglicht auch das Angeln und kann benutzt werden, bis im Frühjahr die
ersten Badegäste hier lagern. Links von der Badestelle ist ein
Flachwasserbereich, wo sich im Sommer gerne die Karpfen tummeln.

Das
anschliessende Westufer besteht im ersten Teil aus Willminer
Anliegergrundstücken mit privaten Stegen. Das ganze Ufer entlang kann
man gut auf Hecht und Barsch angeln. Der Schilfrand rechts von der
Badestelle eignet sich gut zum Posenangeln vom Boot aus, hier ist der
See auch mit am tiefsten.

Seit dem Sommer 2004 haben auch die Karpfenangler den See entdeckt. Es
wurden einige Schneisen ins Schilf geschlagen, wo nun die Rod Pods
stehen. Der Platz ist aber schlecht zu erreichen, es empfiehlt sich
eine Sondierung vom Boot aus.



Weiterführende Links:
Noch mehr Bilder vom Sabinensee
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